Staat zahlt bis zu 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche
[03.09.2007] Die Bundesregierung hat die Investitionskosten-Zuschüsse des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien um 50 Prozent erhöht. Auch Modernisierer und Bauherren, die ihr Haus mit einer thermischen Solaranlage ausrüsten, profitieren von deutlich höheren Direktzuschüssen.Seit 2. August 2007 gelten angehobene Fördersätze: Solarthermieanlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung werden mit 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst. Für eine 15 Quadratmeter große Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung beispielsweise können demnach 1575 Euro als Zuschuss vom Staat einkalkuliert werden. Wird die Sonnenenergie nur zur Warmwassererzeugung genutzt, gibt es 60 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens aber 412,50 Euro, vom Staat dazu. Die Erweiterung bestehender Solaranlagen, etwa um künftig Solarwärme auch für die Heizung zu nutzen, wird mit 45 Euro je zusätzlich installiertem Quadratmeter Kollektorfläche gefördert.
Die Förderung unter Regie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gilt für alle Solarthermieanlagen mit einer Kollektorfläche bis zu 40 Quadratmetern. Antrag und Abrechnung werden vom BAFA in einem Schritt bearbeitet. Daher soll der Förderantrag erst nach Fertigstellung der Solaranlage eingereicht werden.
Das Anzapfen der Sonne lohnt sich. Übers Jahr gesehen steuert eine Solaranlage bis zu 70 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie bei. In der Kombination mit einem effizienten Öl-Brennwertkessel zum Beispiel lässt sich so der Energieverbrauch im Vergleich zu einer technisch veralteten Heizung um bis zu 40 Prozent senken.
Details zur neuen Solarförderung und Formulare unter www.bafa.de. Weitere öffentliche Förderprogramme für die Modernisierung und Effizienzsteigerung von Heizungsanlagen sowie eine kostenlose, individuelle Energiesparberatung unter www.oelheizung.info.